Unternehmenswert steigern leicht gemacht: 7 Mittel zum Erfolg (Teil 1)

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU – in Deutschland zurzeit etwa 3,6 Millionen) machen über 99% der deutschen privatwirtschaftlichen Unternehmen aus. Aber auch das Gros der Unternehmensinsolvenzen entfällt auf KMU. Es gibt viele Unternehmen, die sich nur knapp über Wasser halten können und sogar Zahlungsfristen anpassen müssen, um z.B. Gehälter zahlen zu können.

Wir als Buchhaltungsdienstleister wissen natürlich worauf es bei einem Unternehmen ankommt: Um mehr Erfolg und Profitabilität zu erreichen, stellen wir in dieser Serie von Blogs 7 einfache Mittel vor, die jedes Unternehmen umsetzten kann, um den Cash-Flow und somit den Wert des Unternehmens zu steigern!

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Es ist tatsächlich nicht so schwierig, wie man es vermuten könnte. Es gilt nur die richtigen Schrauben zu finden, an denen man drehen muss. Der Rest kommt dann von alleine. Nur welche sind die richtigen Schrauben?

In diesem Blog stellen wir Ihnen das erste Mittel vor, mit dem Ihr Unternehmen in eine profitablere Lage manövriert werden kann.

Mittel Nr. 1: Reduktion des negativen Cash-Flows

Unternehmer legen grossen Wert auf das Umsatz-Wachstum. Mehr verkaufen ist für viele Unternehmer das A und O. Aber bedeutet mehr Umsatz auch unmittelbar mehr Profit? Dies ist leider nicht immer der Fall. Den Umsatz zu steigern ist selbstverständlich eine gute Sache, aber was Sie nicht vernachlässigen sollten ist, wie viel Kapital Sie dafür benötigen! Ein Gewinn schliesst einen negativen Cash-Flow nämlich nicht aus.

Schon bevor Sie überhaupt etwas verkaufen können entstehen in der Regel Kosten: für den Einkauf, den laufenden Betrieb, die Lagerung, Gehälter usw. Es ist wichtig, dass Sie diese Kosten kennen, denn wenn diese zusammen den Verkaufserlös des Produktes übersteigen, machen Sie einen Verlust und geraten in finanzielle Schwierigkeiten.

Die effektiven Kosten sind das Eine. Eine weitere, enorm wichtige Komponente ist die Zeitspanne vom Einkauf bis zum Verkauf. Viele Unternehmer verstehen oft nicht, wieso Sie wenig liquide Mittel zur Verfügung haben, obwohl der Profit gestiegen ist. Die Antwort darauf liefert der sogenannte Cash-Flow-Zyklus.

Wie wird der Cash-Flow-Zyklus dargestellt?

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Diese Grafik illustriert den Geldfluss vom Einkauf bis zum Verkauf. Das Unternehmen im Beispiel kauft Material ein und bezahlt dies beim Lieferanten nach 30 Tagen. Das Unternehmen kann das gekaufte Material bzw. ein Produkt daraus aber erst nach weiteren 30 Tagen verkaufen. Der Käufer wiederum bezahlt die Produkte verspätet und zwar erst 60 Tage nach der Lieferung. Daraus lässt sich die Dauer des negativen Cash-Flow berechnen. Die Summe aus den 30 Tagen im Lager des Unternehmens und den 60 Tagen bis zum Zahlungseingang ergeben ganze 90 Tage. Das Unternehmen muss diese 90 Tage mit den eigenen finanziellen Mitteln überbrücken. Je nach Unternehmensstruktur und -Organisation, z.B. wie lange das eingekaufte Material im Lager liegt bevor es verkauft wird, kann die Phase des negativen Cash-Flow auch noch länger andauern. Dies ist unternehmerischer Wahnsinn. Entweder ist Ihr Geld beim Lieferanten oder beim Kunden. In so einer Situation könnte man fast schon behaupten, dass Sie ein externes Unternehmen finanzieren.

Um erfolgreich zu wirtschaften braucht es eben nicht nur Maßnahmen rund um das Umsatzwachstum; der negative Cash-Flow sollte ebenfalls möglichst vermieden werden.

Vor allem bei wachstumsorientierten Firmen kann ein lang andauernder, negativer Cash-Flow dem Unternehmen das Genick brechen. Die Firma muss immer mehr Material ankaufen und Betriebskapital finden. Desto grösser der negative Cash-Flow ausfällt, desto gravierender ist das Problem: Ein Fass ohne Boden, da immer mehr Betriebskapital aufgebracht werden muss. Insbesondere stark wachsende Firmen sollten versuchen Lieferanten wenn möglich erst spät zu bezahlen, Lagerwaren wiederum so schnell wie möglich wieder zu verkaufen, sowie ein striktes Debitoren-Management einführen.

Sie sollten sich natürlich nach wie vor damit befassen, die Umsatzzahlen zu steigern. Es ist aber auch wichtig, die Bereiche rund um eine effizientere Lagerbewirtschaftung und einer schnelleren Debitorenzahlung im Griff zu haben. Ein lang anhaltender negativer Cash-Flow ist oft der Grund aus dem profitable, schnell wachsende Unternehmen pleite gehen.

Vier wichtige Punkte um negativen Cash Flow so gut wie möglich zu vermeiden:

Im folgenden Abschnitt zeigen wir Ihnen, wie sie anhand von vier wichtigen Punkten Ihre Kosten im Griff haben:

  1. Verständnis:
    Ein gesteigerter Umsatz kann bedeuten, dass mehr Kapital für das Wachstum erforderlich ist. Sie müssen die Auswirkungen auf andere Kennzahlen und die Liquidität in Ihrem Business verstehen.
  2. Genaue Kontrolle der Kosten und Erlöse:
    Verwenden Sie verschiedene Konten in der Buchhaltung und buchen Sie alle Kosten und Erlöse auf die entsprechenden Produkte oder Dienstleistungen. Alternativ können Sie die Kosten und Erlöse auch in Kostenstellen und Profit Center organisieren. Auf jeden Fall sollten Sie genau wissen, welche Produkte oder Dienstleistungen profitabel sind und welche nicht.
  3. Optimieren und lernen:
    Finden Sie heraus wie Sie die profitablen Produkte und Dienstleistungen noch profitabler machen können und lernen Sie aktiv aus den Fehlern in Bereichen in denen Verluste anfallen.
  4. Messen Sie die Rentabilität von Arbeitsplätzen:
    Messen Sie den Arbeitsaufwand, Materialien usw. bei Jobs. Dies können Sie mit den Einnahmen vergleichen und so analysieren, welche Arbeitsplätze rentabel sind und welche nicht.

In den weiteren Blogbeiträgen dieses Reihe werden wir Ihnen noch andere Ansätze vorstellen, mit denen Sie erfolgreich Ihr Unternehmen führen und den Unternehmenswert steigern können.

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