Ernährung am Arbeitsplatz: so geht’s besser

Ernährung am ArbeitsplatzRichtige Ernährung am Arbeitsplatz ist entscheidend für produktives Arbeiten. Vorweg ist wichtig zu verstehen, dass Ernährung sehr individuell sein kann (Allergien, Vorlieben, Ziele, Nebenaktivitäten, usw.) und ich in diesem Beitrag lediglich häufige Fehler hervorhebe und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeige.

Vielen ist nicht bewusst, wie wichtig die Ernährung für Körper und Gesundheit ist. So manch‘ Leiden könnten mit einer gesunden Ernährung behoben oder verbessert werden. Es ist mir bis heute ein Rätsel, wieso sich manche Leute keine Gedanken über Ihr Essverhalten machen. Schliesslich haben wir alle nur ein Leben, einen Körper, eine Gesundheit. Warum also fahrlässig „Abfall“ in sich hinein kippen anstatt für die eigene Gesundheit Sorge zu tragen?

Ernährung am Arbeitsplatz: häufige Fehler

Ja ja, Google liefert Antworten auf alle Fragen… Was passiert aber, wenn die gegoogelten Fragen/Unklarheiten zu falschen Interpretationen führen? Das kann gefährlich werden! Ich höre immer wieder Folgendes: „Ich verzichte jetzt auf Kohlenhydrate“. Liebe Leute, wenn Ihr Euch nicht selbst schaden möchtet, dann vergesst bitte diese dümmliche Aussage. Unser Körper braucht Kohlenhydrate für diverse Abläufe und Vorgänge im Organismus und sind lebensnotwendig. Ein gänzlicher Verzicht von Kohlenhydraten führt einfach ausgedrückt zu einem Mangel, der unser Körper – so schlau wie er ist – anderweitig kompensiert. Die Menge, Qualität, Zeitpunkt sowie der Glykämische Index sind ausschlaggebende Faktoren bezüglich Zufuhr-Empfehlung von Kohlenhydraten.

Ein Beispiel von einem Arbeitsalltag im Bezug auf die Ernährung (katastrophales Beispiel, aber leider sehr häufig Realität):

  1. Aufstehen auf den letzten Drücker, sich innert kürzester Zeit anziehen, Morgenpflege und ab gehts zur Arbeit. Zeit um zu frühstücken bleibt keine.
  2. Am Arbeitsplatz angekommen wird zuerst eine Tasse Kaffee mit Milch und Zucker getrunken (Achtung: Kaffee ist grundsätzlich nicht schlecht!) und die Arbeit kann beginnen.
  3. Um ca. 09.00 Uhr beginnt langsam der Magen zu knurren. Mhhh, ein Mitarbeiter hat „Gipfeli/Brötli/Kuchen“ mitgebracht. Frühstück gab’s keins, darum darf man das ja.
  4. 12.00 Uhr, Mittagszeit. Mit dem schlechten Gewissen vom „Znüni“ im Nacken entscheidet man sich für einen Salat.
  5. In der Nachmittagspause, so um ca. 15:30 Uhr, nochmals der Griff zum Kaffee (natürlich mit Milch und Zucker, sonst kann man das Gesöff ja nicht trinken) und weil nur ein Salat gegessen wurde, liegt ein Schoko-Riegel noch drin.
  6. Total gestresst von der Arbeit, mit einem „Bären-Hunger“ geht’s ca. um 18:00 Uhr nach Hause. Jetzt beginnt die Kompensation! Mit dem Hungergefühl, welches jegliche Signale unseres Körpers unterdrückt, folgt der Griff zum Kühlschrank und die Sauerei resp. die „Abfall – Reinschaufelten“ beginnt.
  7. Was für ein stressiger Tag! Jetzt ab vor den Fernseher und die Füsse hochlagern.

Hand aufs Herz, wer erkennt sich darin wieder? Ist Euch bewusst, wie ungesund und schädlich eine solche Ernährung ist? Wenn noch Zigaretten dazukommen, und keine sportlichen Aktivitäten ausgeübt werden, könnt Ihr auf Eure Stirn einen Zettel kleben mit dem Titel: „Meine Gesundheit ist mir egal“. Unser Körper kann vieles kompensieren aber eines Tages hat er dazu keine Lust mehr und wird streiken. Diverse Krankheiten, Gebrechen, Burn-Out, usw. sind die Folgen. Das ist keinesfalls übertrieben, tragt Sorge zur Gesundheit und hört auf Euren Körper!

Ein paar einfache Verbesserungsmöglichkeiten:

  • Frühstück: Bitte esst Frühstück, es ist die wichtigste Mahlzeit überhaupt! Ihr habt keine Zeit oder kein Hunger? Zwingt Euch, hier gibt es keine Alternativen, keine Ausreden. Eure Tanks sind jeden Morgen komplett leer, füllt diese auf mit einem ausgewogenen Frühstück. Beispiel: Haferflocken (KEINE Kornflakes!), Magerquark/Natur-Joghurt, frische Früchte/Beeren, dazu ein grosses Glas Wasser.
  • Zwischenmahlzeiten: Lasst die Hände von den Gipfeli, Brötli, Kuchen, usw. Zwischenmahlzeiten sind gut, so geben wir dem Körper immer wieder die notwendige Energie und können auch eine „Sauerei“ am Abend verhindern. Achtet aber darauf, was ihr zwischendurch zu Euch nehmt. Ein paar geeignete Beispiele: Nüsse, Früchte (JA – trotz dem Fruchtzucker!), z.T. Käse, Gemüse-Sticks, etc. Zusatz-Tipp: Macht Euch am besten eine Schale mit gesunden und leckeren Ernährung am Arbeitsplatz vor Euren Augen bereit, dass Ihr diese den ganzen Tag sehen und darauf zurückgreifen könnt.
  • Bewusst Essen: Stopft nicht ohne Rücksicht auf Verluste soviel als möglich in Euch rein. Auch solltet Ihr nicht unter Stress und unter Zeitdruck essen. Stellt Euch immer vor, es gibt Menschen auf dieser Welt die keine Nahrung haben und verhungern. Isst dementsprechend bewusst und geniesst jede Mahlzeit!
  • Genügend Flüssigkeit: Wasser, keine Süssgetränke! Trinkt mindestens zwei Liter Wasser pro Tag, ich persönlich würde sogar 3 Liter empfehlen. Wir verlieren jeden Tag viel Flüssigkeit, die unser Körper wieder zugeführt braucht. Falls Ihr etwas Abwechslung wollt: Wasser mit einem Zitronen-, Orangen-, Ingwer-, Gurkenschnitz können einen feinen Geschmack herbeizaubern. Allenfalls mal eine Tasse Tee (ohne Zucker).
  • Hört auf Euren Körper:  Die vielleicht wichtigste Regel überhaupt. Der menschliche Körper ist ein Kraftwerk, eine hoch intelligente Maschine, ein Wunder. Unser Körper gibt uns die nötigen Zeichen, was wir brauchen, Ihr müsst einfach lernen hinzuhören.

Hoffentlich können Euch diese Tipps helfen, Eure Ernährung im Arbeitsalltag gesünder zu gestalten.

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